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Vollkommene Perversion (II) - Pseudo- Realitäten

Vollkommene Perversion (II) - Pseudo- Realitäten - Hallo allerseits und willkommen zurück zu meinem Blog! - Mittlerweile ereilt uns nun schon beinahe jeden Monat die Nachricht über eine neuerliche Schießerei in den USA, entweder an einer Schule, in einem Einkaufszentrum, in einem Kino oder sonst irgendeiner öffentlichen Einrichtung. Fraglos ist die Anzahl häuslich bewaffneter Auseinandersetzungen indes ebenso in die Höhe geschnellt, wie übrigens auch zig versuchte Arretierungen vonseiten der polizeilichen Exekutive hierzulande, die zumeist in irgendwelchen Schusswechseln enden. Trotzdem möchte ich mich heute ausschließlich auf öffentliche Amokläufe konzentrieren. Unser computergestütztes Zeitalter hat nun einmal recht unbestritten die Schleusen geradewegs aufgerissen für den Einzug verschiedenster virtueller Realitäten, was sich besonders deutlich am Spielsektor zeigt. Da gibt es mittlerweile schon eine ganze Reihe von Spielen, die bereits täuschend und gefährlich ähnliche und zum Teil identische Züge zu den unseren vertrauten Alltagswirklichkeiten aufweisen. Wer heute immer noch die Tatsache bestreitet, Kriegs- und Schlachtszenen in Videoform stellten keine ernstliche Beeinträchtigung dar für unreife und von daher besonders anfällige Spieler, der ist entweder total wahnhaft oder gar stellvertretend für keine geringere als diese Spieleindustrie unterwegs. Bei Letzterem erübrigt sich wohl zur Gänze, auf den ihr zugrundeliegenden Hauptanreiz, bzw. -absicht primär monetärer Natur hinzuweisen. Kein bisschen anders als bei den Medikamenten, den Waffen, den Drogen, dem Tabak, usw. geht es auch hierbei ausschließlich um den Anstieg der jeweiligen Profitgewinne. Geradezu erschreckend finde ich die frappierend realistische Beschaffenheit so manch nachgestellter Kriegsszenen inklusive der darin eingesetzten Soldaten, wie auch anderer Kämpfer. Ich bin mir gewiss, sobald dem zum Zwecke des ganzheitlichen Erlebnis auch noch der Geschmacks-, Geruchs- wie Tastsinn hinzugefügt worden ist, wird die Trennung jener von unseren individuellen Wirklichkeiten nur noch weiter erschwert. Speziell die letzten zwei Generationen lassen bereits einen bemerkenswerten Niedergang hinsichtlich des richtigen, wie auch des angepassten Funktionierens im Alltag erkennen. Quer über den gesamten nordamerikanischen Kontinent (ja, auch Kanada) verfallen immer mehr Kinder und Jungendliche gerade jener Art der Videospiele vollends. Dementsprechend exzessiv wird diesen zumeist der überwiegende Teil ihres Tages eingeräumt. Bis spät nachts aufbleiben, dann morgens die Schule schwänzen, und ferner allen familiären Aktivitäten und Zusammenkünften fernbleiben, während hinter verschlossenen Türen auf den PCs und Konsolen gespielt wird, bis schließlich die Finger bluten und die Gehirne rauchen - Liest sich das etwa nicht wie das ideale Profil eines hundertprozentigen Junkies inklusive der wohl äußerst realen Entzugserscheinungen? Der Versuch, all jene konfusen und leicht beeinflussbaren Wesen von diesem Typ der modernen Droge loszueisen, wächst sich oftmals zu einem Albtraums sondergleichen aus, speziell für die betroffenen Anwesenden, wie Eltern, Familien, Freunde und ja, gelegentlich sogar, Ehepartner. Der Weg des Entzugs ist ein durchwegs langer, schmerzhafter und zudem launischer und garantiert nicht immer den erwünschten Fortschritt, bzw. Heilung. Zu guter Letzt ist da auch noch die Reintegration jener Individuen zurück in ihr Leben, sprich die Bemühung, sie dorthin zu führen, wo sie zuvor ausgestiegen sind. Ohne Weiteres mag der Schuss nach hinten losgehen und die Abhängigen erneut ihre alten Gewässer ansteuern. Die Aggressionsschwelle scheint oftmals geradezu im Handumdrehen zu fallen, und sobald gekreuzt mit dem durchwegs hohen Niveau an alltäglichen Frustrationen, endet dies für so manch gestörte und verlorene Seele im Amoklauf, der sehr wohl das Potential zu einem verheerenden surrealen Blutbad besitzen kann. Jene scheinbaren Zombies mögen sich nun problemlos in perfekte Tötungsmaschinen verwandeln und gegebenenfalls selbst ihre eigenen Eltern, Lehrer oder Freunde nicht davon aussparen. Lasst mich euch Folgendes dazu sagen: Pharisäer sind wir alle, ja, ein jeder von uns! Als Eltern und vermeintlich reife Erwachsene sollten wir sehr wohl wissen, dass es grundfalsch ist, unseren Nachwuchs mit Videospielen jeglichen gewalttätigen Ausmaßes überhaupt erst vertraut zu machen. Völlig unwichtig ist dabei, welcher ursprünglichen Intention, etwa jener des vollwertigen Ersatzes für unsere persönliche Anwesenheit, wir letztendlich aufgesessen sind. Wir, die angeblich Klügeren und weit Erfahrenen, sollten uns etwa gerade bezüglich Bullying endlich an der eigenen Nase nehmen und es auch ein für alle Mal abstellen. Von uns Älteren und Fitteren (mental Stabileren) wird die Bereitstellung eines bestmöglich kompletten und vielfältigen Werkzeugkoffers an unsere Kinder erwartet, um sie schließlich gut ausgestattet auf die späteren Herausforderungen des Lebens vorzubereiten. - Mehr über die soziale Pervertierung das nächste Mal.                      

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