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Es ist noch nicht vorbei  Die Behauptung, ich wäre nicht auch eine Spur nervös gewesen angesichts der Ankunft des vermeintlich letzten Tages auf Erden, wäre eine glatte Lüge. Ehrlich gesagt, war ich ganz schön beunruhigt, was kaum verwunderlich ist, hatte ich doch dieses Wissen seit knapp 20 Jahren mit mir herumgeschleppt. Damals als die ersten paar Weltuntergangs- Vorhersagen und Prophezeiungen spärlich an die Oberfläche drangen und nach und nach die Welt der Medien infiltrierten, war ich tatsächlich etwas besorgt. Da dieser Vorfall aber noch in recht weiter Ferne lag, verdrängte ich diesen -wie alle anderen auch. Nach Ablauf der ersten zehn Jahre war ich überraschenderweise empfindungslos geworden, und ich weigerte mich widerspenstig, mich noch tiefer in diesen Sog an negativer selbst- erfüllender Prophezeiung hineinziehen zu lassen.
Als Medium war mir lange Zeit völlig unklar, weshalb ich keine schlüssige Antwort auf die Frage nach einem möglichen Weltuntergang zu erhalten vermochte. Nichtsdestotrotz lehnte ich es weiterhin ab, jeglichen dramatisch aufgeblasenen Theorien anzuhängen. Während der letzten fünf bis zehn Jahre habe ich mich mit etlichen Medien ausgetauscht, die alle zum selben plausiblen Schluss gekommen sind, nämlich dass die Zukunft nicht in Stein geschrieben ist, zumindest nicht zur Gänze, sie aber sehr wohl abhängt von der alles kollektiven Übertragung mentaler Energien. Das macht wirklich Sinn, da ja alles, egal was auch immer,  stets mentalen Prozessen entspringt. Jegliche Idee hat seinen Ursprung im menschlichen Denken, bevor sie konkrete Gestalt annimmt und allmählich in Wort und Tat ihren Ausdruck findet. Wenn sich eine Gruppe von Menschen optimistisch auf den guten Ausgang einer Situation konzentriert, so wird das Ergebnis sehr wahrscheinlich positiver Natur sein.
Selbiges gilt übrigens auch für alles Negative, da wir in einer Welt von sich ständig manifestierender Polarität leben. Ich behaupte nicht, die Maya hätten gefehlt, sondern wir haben dieses Ereignis falsch gedeutet, zumindest was den richtigen Zeitpunkt betrifft. Das ist ja an und für sich gar nicht so nachteilig, denn kollektiv gesprochen sind wir in puncto Seelenentwicklung ohnehin noch lange nicht am Ziel angelangt. Es stört mich demnach keinesfalls, dass wir uns zeitmäßig falsch festgelegt haben. Mich nervt jedoch, dass jahrelang so viel Müll im Fernsehen ausgestrahlt wurde, wobei sich das besonders 2009 und 2010 intensivierte und schließlich 2011 seinen Höhepunkt erreichte.
Viele verletzliche Seelen wurden in den absoluten Wahnsinn getrieben, indem man sie dazu brachte, sich wie verrückt auf Tag X vorzubereiten, oder noch schlimmer sich in irrational überteuerte Überlebensprojekte einzukaufen. Tausende Gauner trieben schamlos ihr Unwesen mit schwachen und leicht beeinflussbaren Individuen und zockten sie kaltblütig ab. Das verärgert mich! - Gott sei Dank hielt die Welt still und bündelte ihre Energien daraufhin, unseren Planeten und somit unsere Existenz sozusagen weiter am Leben zu erhalten. Für mich ist das Beweis genug, dass wir unsere Lektion gelernt haben. Welch große Wonne, im Kollektivum sind wir nun wesentlich positiver eingestellt!
Wir sind zweifelsohne das Produkt unseres Denkens, und so beginnen wir nun einen neuen Zyklus, indem wir bewusst die Entscheidung treffen, uns auf die universalen Energien einzustimmen, die alles in allem rein und frei von jeglicher Negativität sind. Was aus all jenen geworden ist, die so selbstbewusst versucht haben, durch ihre apokalyptischen Vorhersagen berühmt zu werden?
Das würde ich nur zu gerne wissen, auch wenn es völlig unwichtig ist. Was wirklich zählt ist die Tatsache, dass wir uns trotz einer gegenwärtigen Anhäufung entmutigender globaler Rückschläge in die richtige Richtung bewegen.






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