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Gesetz der Anziehung Versus Abstoßung (III)

Gesetz Der Anziehung Versus Abstoßung (III) - "Du bist das Produkt all dessen, was du anziehst [und abstößt] und vice versa." Diese Weisheit wurde mir bereits vor geraumer Zeit vonseiten einer meiner äußerst wertvollen Langzeit- Mentorinnen offenbart. Allerdings konnte ich mir den knappen Einschub an dieser Stelle aus dem folgenden simplen Grund einfach nicht verkneifen. Abstoßung tritt bekanntlich und naturgemäß immer dort auf, wo auch gerade die Anziehung am Wirken ist, will man diesbezüglich dem irdischen Gesetz der Dualität Folge leisten. - So denn, was genau hat dies wohl zu bedeuten? Nun, mich selbst als durchaus einzigartig aber dennoch ziemlich unspektakulär erachtend, wird mir mehr oder weniger permanent in sehr ähnlichem Ausmaß gerade das alles widergespiegelt. Ob ich das nun letztendlich gutheiße oder auch nicht, steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt geschrieben. Das unterstrichene Wort "und" ist euch in diesem Zusammenhang wohl bestimmt nicht entgangen, wie ich vermute. In der Tat verhält es sich unbestritten so, dass sich zwei Gegensätze nicht immer notwendiger Weise auszuschließen haben. Eigentlich recht gegenteilig, inkludieren oder besser ergänzen einander solche in der Regel nicht selten. Das bezeichne ich als die wahre Schönheit mit Augenmerk auf die tiefschichtig komplexe Natur der menschlichen Psychologie. Begleitet mich im Folgenden doch einfach auf einen kurzen gedanklichen Streifzug außerhalb der angestammten Norm. Lasse ich demnach bewusst zu, dass sich meine innere Balance verstärkt zu Gunsten des Negativen ausrichtet, was natürlich gleichzeitig impliziert, dass ich mich automatisch weiter weg vom Positiven bewege, so begegne ich in etwa derselben Mentalität mittels meiner unmittelbaren Umgebung. Nun, da ich also damit dem wenig begünstigten Pol entgegenstrebe, ziehe ich eindeutig Ähnliches an, während ich simultan das Entgegengesetzte, also in diesem Fall das Positive von mir weise. Werde ich über jenen Richtungswechsel auch noch irgendwie "benachrichtigt", mag man sich eventuell fragen? Tja, glücklicherweise habe ich mittlerweile gelernt, meinen Bewusstseinsstand soweit anzuheben, um mich auch dementsprechend in Alarmbereitschaft zu versetzen. So gesehen, kann ich durchaus behaupten, ja, ich erhalte sehr wohl die Memo, und nur äußerst selten gleitet sie spurlos an mir vorüber. Ob ich wohl das Gefühl billige, wissentlich noch mehr von jenen Querelen ins Leben zu rufen? Natürlich nicht, aber würde ich mich denn auf Seelenebene unverändert bloß im Bereich der Mittelmäßigkeit bewegen, hätte ich bisweilen speziell diese Krux hinter mich gebracht? Wie auch immer, in diesem überaus dichten, weil einfach vielschichtigen Wechselspiel von "Zug" und "Druck", wie beispielsweise wunderschön in der Kampfsportkunst des Tai Chis ausgetragen, ziehen oder stoßen wir nicht ausschließlich an, bzw. ab sondern tun im Grunde beides in einem. So mag ich selbst ohne Weiteres der Illusion aufsitzen, mich von spezifischen Situationen oder auch Menschen abgewiesen zu wähnen, wenn eigentlich ich mich weigere, das Gute in dem von meinem Gegenüber Gespiegelten anzunehmen und indes starrsinnig auf dem Negativen verharre. Und jetzt kommt's: Dabei handelt es sich übrigens um all das, was ich persönlich gesehen zutiefst ablehne. Blinde Flecken werden diese speziell von uns ins Unterbewusstsein verbannten Negativmuster im psychologischen Fachjargon genannt. Solltet ihr euch bisweilen schon gewundert haben, weshalb ich wohl bisher die Seele in alldem unerwähnt gelassen habe, nun, es war einfach noch nicht die rechte Zeit dafür gekommen. Obgleich sich unsere Seelen primär aus dem Grund re- inkarnieren, um ihre selbst- bestimmten Lebenslektionen mit dem nötigen Nachdruck zu verfolgen, sprich sie zu erlernen, zu korrigieren und ferner daran zu wachsen, besteht ihre ultimative Mission darin, ihre Mitspieler sowohl in Schach zu halten, wie auch letztlich auf ihren Platz zu verweisen. Unsere Egos neigen nun einmal überaus narzisstisch dazu, jedwede vernünftige Grenze zu sprengen. Somit liegt es also an der Seele, am Ego ihre flügelstutzende Kraft geltend zu machen, sollte ernsthaft Bedarf dazu bestehen. Gerade weil Dualität selbst in diesem Belang einen tief verwachsenen Bestandteil ausmacht, erfahren andererseits oftmals unterentwickelte oder auch inferiore Egos gerade durch die Seelen die so bitter notwendige Aufwertung und Aufschwung. Aus dieser Perspektive, entpuppt sich die Auffassung von Abstoßung, Zurückweisung, Ablehnung, Verweigerung, etc. - ungeachtet dessen, dass wir es herbei unmissverständlich mit den jeweiligen Gegenspielern, Antagonisten oder auch Schattenseiten von Anziehung, Akzeptanz und Toleranz zu tun haben - letzten Endes als frakturierte und blinde Illusion, gewissermaßen das Produkt der empfundenen Trennung von der Yin- Yang fundamentierten Ganzheit. Das führt mich abschließend geradewegs zur eingangs vermerkten Aussage, nach welcher der Mensch im Grunde die Summe all dessen ausmacht, was er gleichermaßen anzieht und abstößt.

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