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Die Seele - Kein Unbeschriebenes Blatt

Die Seele - Kein Unbeschriebenes Blatt - Hallo liebe Leser! Ich hoffe, ihr konntet wunderschöne Festtage verleben und es geht euch allen gut! - Die Seele ist ein durchaus lustiges Wesen, wenn auch - zumindest auf den ersten Blick hin gesehen - wenig unterhaltsam. So definiert sie sich also als der sakrale Kern schlechthin eines jeden menschlichen wie tierischen Lebewesens und ist für gewöhnlich kaum jemals in der ersten Reihe zu finden, sondern hält sich vielmehr still jenseits des unendlich großen und allwissenden Unterbewusstseins auf, welches angeblich unglaubliche 98% aller für uns unsichtbaren und unzugänglichen Spähren erfasst. Die Seele versteht sich als der Sitz unseres Gewissens, unserer Grundcharakteristika wie auch unserer Herzenswünsche. Der Spruch, "Das Herz weiß, was die Seele begehrt" belegt eindeutig, in welch engem Verbund Herz und Seele letztlich zueinander stehen. Die Seele ist aufgrund ihrer rein ätherischen Beschaffenheit völlig un- physisch geprägt, benötigt dennoch, trotz ihrer körperlosen Überlebenskünste, paradoxerweise genau das, nämlich eine aus Fleisch und Blut gemachte Hülle, die ihr quasi als Transportmittel dient, um auf einer so physischen Ebene wie der irdischen problemlos voranzukommen. Ungleich dem Körper aber, der de facto früher oder später stirbt, bleibt die Seele weiterhin bestehen, außer sie verstößt ungebrochen gegen die sakralen Grundprinzipien des Lebens und weigert sich darüber hinaus, von ihren schweren Traumata geheilt zu werden. Eine Seele mag oftmals Gefahr laufen, sich quasi in anderen Seelen zu verheddern und kann daher ohne Weiteres Opfer von Anbindung, Possession, Verfluchung oder gar totaler Vereinnahmung werden. Manchmal verleihen wir äußerst freigiebig Teile von uns an bedürftige Seelen, und dann wiederum kann es passieren, dass wir auf unserem langen und dornigen karmischen Weg unwissentlich Fragmente unseres Selbsts einbüßen. So herausfordernd, wie sich diese Reise auch gestalten mag, einzig dem Schöpfer ist es vorbehalten, Seelen zu beleben oder bei Bedarf auch wieder zu zerstören. Weshalb nur wünscht die Seele, in Fleisch und Blut zurückzukehren (oder auch zu re- inkarnieren), statt einfach nur spirituell zu verharren? Nun, tatsächlich wünschen wir geradewegs in masochistischer Manier, ein Dasein mit anderen sprichwörtlich bodenständig und so realistisch und authentisch wie möglich bestreiten zu können mit allem, was dazu gehört, wie Vergnügungen, Schmerzen, Kränkungen, Begehrlichkeiten, Freuden, etc. Die elementarsten und zugleich stärksten Begierden und Triebe wie Essen, Sex, Schlafen und nun, das reine Überleben an sich können einfach nicht erfüllend simuliert und übernommen werden, solange sich die Seele außerhalb des Körpers aufhält. So habe ich etwa zig Berichten regredierter Seelen entnommen, mit welch unglaublicher Anstrengung diese daran gingen, einen ähnlichen Grad emotionaler wie physischer Befriedigung zu erlangen, letztlich aber völlig enttäuscht waren, da es nun einmal nicht dasselbe ist. Klar, die Verschmelzung zweier Seelen in einem Akt gegenseitiger Liebe wird in der Regel gerne als nicht von dieser Welt und dementsprechend intensiv wie erinnerungswürdig beschrieben, obwohl letzten Endes immer noch gänzlich unvergleichbar gemessen zum körperlichen Eintauchen in das Reich der sexuellen Freuden. Dem heiteren Bericht einer ausgewachsenen Party- Seele zufolge, lässt sich auch im Anhängen sehr irdischer Süchte wie etwa nach Tabak, Alkohol, Drogen, etc. in spirituellem Gewand keineswegs die angemessene Erfüllung finden. Die menschheitliche Genesis geht Äonen zu jenem Punkt zurück, als wir als Seelen selbstsüchtig und überneugierig den Entschluss fassten, aus dem mentalen Zustand der perfekt harmonischen, jedoch vermutlich recht monotonen, Ganzheit auszubrechen, um unsere Individualität zu finden. Der Erschaffer gestand allen Seelen das uneingeschränkte Recht der freien Entscheidung zu und ließ uns ungeachtet jenes schicksalsträchtigen Schritts losziehen. Unsere Handlung rief nicht nur das Prinzip der Polarität ins Leben sondern setzte darüber hinaus auch das karmische Rad der Wiedergeburt in Gang. Reinkarnation, wie bereits in den Schriften des Schöpfers verankert ist, stellte nun plötzlich kein bloßes Abstraktum mehr dar, sondern wurde rasch real und machte ein Entrinnen für die Mehrheit fortan unmöglich. Zig Seelen treiben sich schon mindestens so lange herum, wie die Evolution uns schließlich zu menschlichen Wesen erhob, andere existieren erst seit wenigen Jahrhunderten, während gerade in der letzten Zeit viele Seelen regelrecht werksneu und jungfräulich die Erde überfluten. Folglich kann davon ausgegangen werden, dass die Welt derzeit von etwa 7 Milliarden Seelen völlig unterschiedlichen Alters, Erfahrungswerts wie spiritueller Reife bewohnt wird. Während die älteren Seelen zum Teil bereits eine Menge guter wie schlechter Erlebnisse durchlaufen haben, präsentieren sich die Jüngsten unter uns immer noch recht unverbraucht, wenn auch gleichzeitig wesentlich empfänglicher für Fallen, die sich ja bekanntlich gerne in den rudimentärsten Begierden des Lebens verbergen. Ihr macht euch ja gar keine Vorstellung, wie groß die Unterschiede eigentlich sind! Mehr davon das nächste Mal. - In der Zwischenzeit lasst mich euch eine schöne Woche wünschen! 

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