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Heilige Farce

Heilige Farce -  Nun denn, so sah ich mir unlängst eine weitere Folge der fesselnden Serie "Hunting Hitler" auf History Channel an. Als das Team an Ermittlern, welches sich übrigens aus Top- US- Geheimdienstlern zusammensetzt, dabei war, den Beweis eines offensichtlichen Zusammenhangs zwischen der Römisch- Katholischen Kirche und der Nazi- Führungsebene, speziell im Hinblick auf deren Flucht aus den kriegszerrütteten Ländern Europas und damit gleichzeitig vor ihrer gerechten Bestrafung, zu verdichten, fühlte ich mich gelinde gesagt in leichte Unruhe versetzt. Nachdem man darüber hinaus auf einige, lange Zeit bewusst unter Verschluss gehaltene, Taufregister gestoßen war und diese unmissverständlich auf bekannte Namen aus den obersten Nazireihen verwiesen, war es mit mir rundum geschehen. Die Frage, ob denn etwa bloß vereinzelt hier und da irgendwelche Priester autonom und damit ohne den Segen des Vatikans gehandelt hätten, war zweifelsohne eine legitime, aber ich wurde trotzdem rasch argwöhnisch, dass dies wahrhaftig schon alles gewesen sein konnte. Wie sich nämlich alsbald herausstellen sollte, war in der Tat das exakte Gegenteil der Fall. Was die nationalsozialistischen Kriegsverbrechen in ihrer Gesamtheit betraf, so vertrat die Römisch- Katholische Kirche erwiesenermaßen sowohl vor als auch während Hitlers Regime eine eher verschwommene und damit bloß pseudo- obligate anstelle einer eindeutig widerständischen Haltung. Meiner Ansicht nach, hätte das doch schon alleine genügen müssen, um die Alarmglocken läuten zu lassen. Wie auch immer, weil nun einmal Hitler der Kirche gegenüber so generöse Zugeständnisse machte und ihr zudem absolut freie Handhabung zusicherte, fiel die säkulare Response naturgemäß wechselseitig aus, indem man sich einfach fortan halbtaub stellte in jenen weltlichen Belangen, die unbestritten feindselig und vorrangig dem jüdischen Teil unserer Menschheit gegenüber ausgerichtet waren. Als hätte das noch nicht gereicht, trat die Römisch- Katholische Kirche in weiterer Folge nicht nur dafür ein, prominente Nazibonzen mit einer Bilanz an unfassbar gräulichen Abscheulichkeiten auf dem Kerbholz aufzufangen und sie auch gegebenenfalls zu verstecken, sondern sie zuletzt sogar nach Südamerika auszuschleusen. Zur Erleichterung dieses Schrittes, vollzog man glatt Taufen, um restlose Absolution von allen widerwärtig begangenen Sünden zu gewähren. Daraufhin erfolgte noch rasch eine Namensänderung, wie auch die Aushändigung gefälschter Pässe, um zu guter Letzt die neuen und freien Staatsbürger in die große weite Welt entlassen zu können. Nun war ich aber doch endgültig von den Socken! Demnach drängte sich mir die Frage auf, wie in aller Welt sich bloß das Christentum mit dem Antisemitismus verbinden ließe? Als ich daran ging, über diese Diskrepanz etwas zu brüten, durchfuhr es mich neuerlich aus dem Blauen heraus. Oh, mein Gott! Na, klar doch, die Antwort darauf, übrigens völlig sonnenklar, war doch immer schon direkt vor mir gelegen. Die Römisch- Katholische Kirche lehnt nun einmal Juden, wie auch deren Glauben kategorisch ab. Das war wohl immer schon so und wird sich vermutlich auch in Zukunft nicht wesentlich ändern. Das war zweifelsohne eine überwältigende Eingebung! Der Vorwand, von wegen die Römisch- Katholische Kirche hätte damals ernstlich befürchtet, potentiell vom Kommunismus erfasst zu werden, erregte meinen Unmut gleich um ein Vielfaches. Es fällt mir nämlich durchaus schwer zu glauben, dass sich Zentraleuropa im Jahre 1945 tatsächlich in imminenter Gefahr hinsichtlich eines kommunistischen Übergriffs befand. Und mal rein hypothetisch gesprochen, was hätten die Nazis nach dem verlorenen Krieg plus der Aufgabe ihrer Träume in punkto Fortbestands des Dritten Reichs denn wohl schon Großartiges bewirken können, um ein Szenarium wie dieses letzten Endes doch noch zu verhindern? Wie wohl konnte die Römisch- Katholische Kirche derartige Akte der Barbarei an der Menschheit prinzipiell pardonieren? Im Weiteren ergibt sich daraus die logische Frage, wie sie denn jemals Verantwortung übernehmen konnte für das Handeln all jener von ihnen geschützter Kriegsmonster, die nachweislich Millionen unschuldiger Leben auf dem Gewissen hatten? Nun denn, an jenem Abend verlor ich als Folge dessen alles an noch verbliebenem Respekt für die Führungsspitze in Rom. Ich bin zutiefst enttäuscht von einer Institution, der blindes Vertrauen entgegengebracht wird, sich jedoch aufgrund massiv irreführender Vorspiegelungen zuletzt bloß selbst der Scheinheiligkeit überführt, im Namen Gottes für unser aller Wohl einzutreten, wenn doch aber in Wirklichkeit unerwünschte und rivalisierende Ideologien, wie eben das Judentum oder auch der Islamische Glauben auf recht subtile Weise davon ausgeschlossen werden. Ungeachtet dessen, wie traurig sich auch letztendlich die gesamte Situation darstellen mag, aus rein karmischer Sicht macht die aktuell radikal aufständische muslimische Bewegung, mit dem vordergründigen Ziel, Christen wie leider Gottes auch Juden zu verfolgen und zu lynchen, ohne Weiteres Sinn, bewegen wir uns doch recht eindeutig zum Ausgangspunkt zurück. Ich will damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass Karma gewiss niemals schläft, und möglicherweise ist in diesem Sinne auch endgültig die Zeit für die Römisch- Katholische Kirche gekommen, eben das zu ernten, was bereits vor tausenden Jahren etwa mittels der Tempelritter gesät wurde. Ich möchte an dieser Stelle wohl dezidiert festhalten, dass es keineswegs meiner Absicht entspricht, die Milliarden an devoten christlichen Glaubensanhängern weltweit persönlich angreifen zu wollen. Vielmehr nehme ich diesbezüglich klar Päpste, wie auch deren korrupten und machthungrigen Klerus ins Visier, der nun einmal seit Anbeginn der Geschichte führende Positionen innegehabt und es leider nicht verstanden hat, vernünftig mit Macht umzugehen. Als Katholikin würde ich es gewiss niemals wagen, Gott den Vater, Jesus den Sohn oder den Heiligen Geist in Frage zu stellen. Nichtsdestotrotz muss ich leider gestehen, dass ich einfach nur noch angewidert bin von der bis dato so vielschichtig missbrauchten Macht innerhalb dieser kirchlichen Organisation. Somit gedenke ich, in punkto Vertrauensseligkeit und Loyalität von nun an nur noch mit einem gesunden Maß an gebotener Vorsicht, wie leider auch Überdruss zu ihr aufschauen. All das wirft wohl in letzter Instanz die faire Frage auf, was uns denn noch so alles vonseiten der Römisch- Katholischen Kirche vorenthalten wird.

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