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Eine Frage Der Wahl

Eine Frage Der Wahl - Willkommen zurück zu meinem Blog! - Wochenlang schon bewerben sämtliche US- Fernsehstationen schonungslos den neuen Saisonstart einer hiesigen Serie, die das bizarre wie artistische Unwesen eines Serienmörders an seinen weiblichen Opfern zum Inhalt hat. Jedes Mal, wenn dieser Handlungs- und Blut- geladene Ausschnitt ausgestrahlt wird, sehe ich entweder weg oder wechsle einfach den Kanal, weil ich mich ganz einfach weigere, dieses in bloß 30 Sekunden verpackte Ausmaß an Brutalität an mich herankommen zu lassen. Die Serie hat extrem hohe Einschaltquoten erzielt und wird wahrscheinlich gerade deshalb so sehnsüchtig und ungeduldig zurück erwartet. Gut so, warum auch nicht? Ich persönlich halte einfach überhaupt nichts von vor Massakern überquellenden Filmen und Serien und könnte ganz gut ohne diese verstörenden Szenen wie falschen Cliches auskommen. Genau genommen behandelt dieser Beitrag nicht meine persönliche Einstellung darüber, sondern zielt vielmehr auf all die leicht beeinflussbaren Kinder wie auch die vielen frei herumlaufenden geisteskranken Individuen ab. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass es mich tatsächlich sehr besorgt macht, welch überwältigender negativer Einfluss und welch große Wahrscheinlichkeit hinsichtlich der psychologisch verheerenden Auswirkungen gerade auf diese beiden Zielgruppen gerichtet ist. Eben genau diese Art von Szenen und Motiven kann nämlich fälschlicherweise die irrationale Betrachtungsweise auslösen, es wäre völlig in Ordnung, dieses und jenes davon zu übernehmen und in die Realität umzusetzen. Selbstverständlich ganz zum Schutz der größten heimischen Video- Spielerzeuger, um eben weiterhin ungestört ihre teilweise überzogen aggressiven, brutalen und gewalttätigen Spiele herstellen und vertreiben zu können, hat die Regierung bisher alle wissenschaftlich belegten und gut dokumentierten Rückschlüsse, wie etwa: "Die in Filmen und Spielen gezeigte Gewalt erzeugt nachgewiesener Weise ein deutliches Mehr an Gewaltbereitschaft im menschlichen Verhalten" unterdrückt. Also mal ehrlich, selbst ein Kleinkind kann schon den Unterschied zwischen einem harmlosen und einem gewalttätigen Spiel ausmachen. Da erübrigt sich doch jede eingehende psychologische Evaluierung. - Manchmal habe ich tatsächlich das Gefühl, einfach so auf meinem Fahrrad dahin zu treten und aus heiterem Himmel halb erschrocken und halb ungläubig zu erkennen, schon eine ganze Weile lang ohne die Stützhilfe meiner Eltern geradelt zu sein. Nochmals, es geht hier keineswegs um mich. Metaphorisch gesprochen, wurde ich schon vor Jahrzehnten losgelassen und habe mehr oder weniger für mich herausgefunden, was mir gut tut und was nicht. Es wird angesichts der vielen vorhandenen Optionen heutzutage, einfach nicht leichter, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich beziehe mich hier vorzugsweise auf Versuchungen, weil sich unzählige Möglichkeiten als überaus verführerisch und verlockend präsentieren. Als Kind konnte ich es kaum erwarten, herauszufinden, wie es sich wohl anfühlen würde, zu rauchen und zu trinken, da mir die Menschen in meinem Umfeld auch diesbezüglich beispielhaft vorausgingen. So empfand ich es also als völlig normal, auch dieses Verhalten nachzuahmen. Obgleich ich letztlich ganze 25 Jahre brauchte, um das Rauchen endlich sein zu lassen, so muss ich ganz offen gestehen, dass ich den Zigarettengeschmack im Grunde niemals wirklich mochte, dennoch aus Gewohnheit weiter rauchte. Was den Alkoholgenuss angeht, so liest sich auch diese Geschichte sehr ähnlich. Klar, ab und zu schmeckt es mir sogar, aber die Mehrheit der alkoholischen Getränken fällt einfach nicht nach meinem Geschmack aus. Drogen haben seltsamer Weise nichts in mir bewirkt, was sich letztlich als Segen erwies. Ich bin bereits hunderten jungen Menschen begegnet, die ebenso wie ich die Lust verspürten, für sich selbst herauszufinden, was ihnen gut tut und was nicht. Ich wuchs in den Siebzigern auf, und da gab es sehr wohl Fernsehen, Kinos und auch vereinzelt Videospiele, aber nichts von dem, was heute so alles Gang und Gäbe ist. Ich bin sicher, wäre ich heute nochmals jung, so würde es mir zweifelsohne viel schwerer fallen, meinen Weg durch all diese vielen Verlockungen zu bahnen. Keine Frage, die Kinder von heute sind eindeutig einem Zuviel an Brutalität und Gewalt in Filmen, Spielen wie auch im Alltag, einer zu umfangreichen Vielfalt an narkotischen Substanzen und generell zu viel an Cyber- Nervenkitzel, Glücksspielerei, Sex und anderem Mist ausgesetzt. Es ist mit Sicherheit kein Kinderspiel mehr, all das in seinen Teens und Zwanzigern für sich herauszufiltern. Diese Pilgerreise zum wahren Selbst sehe ich ohne Weiteres als ewigen Prüfstein der ständigen Wahl zwischen richtig und falsch. Eltern müssen ihre Kinder vor all der auf sie täglich herab prasselnden unnötigen Negativität abschirmen, bis sie reif genug sind, um für sich selbst die richtigen Entscheidungen fällen können, um letztlich zu verantwortungsvollen, sensiblen, nachsichtigen, mitfühlenden und ausgeglichenen Menschen heranzuwachsen. 

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